1966 in Baden, lebt heute in Zufikon (CH).
In seinen Arbeiten thematisiert und widmet er sich verschiedenen photographischen Themen. Er lässt sich vor allem auf Reisen und auf Touren zum Photographieren inspirieren. Bei seiner Herangehensweise spielt der Ort in dem er sich gerade befindet, nicht so eine wichtige Rolle. Es sind vielmehr die Landschaften, das Wetter, das Licht und die Ereignisse bedeutend, die sich in seiner unmittelbaren Umgebung gerade abspielen. Diese Momente wahrzunehmen und in einem Photo «einzufrieren» faszinieren ihn. Gleich in welcher Umgebung, ob zum Beispiel in der Natur oder in einer Strassenszene im urbanen Umfeld, sein visueller Instinkt ist stehts geweckt. Das Inszenieren überlässt er der Natur und dem Wetter, das Komponieren übernimmt er dann selber.
Ausstellungen
2025 Galerie 94, Baden, https://www.galerie94.ch
2023 Galerie 94, Baden, Soloausstellung mit “Ausblicke & Einblicke”
2023 Photo Schweiz, Zürich
1995 Berufsschule, Brugg
1994 Berufsschule, Brugg
1994 Bossartschür, Windisch
1994 Bild Photogalerie, Aarau
1992 SBG (heute UBS) Schaufensterausstellung am Hauptsitz, Zürich
1992 Bild Photogalerie, Aarau
1990 Bild Photogalerie, Baden
Sammlungen
Fotostiftung Schweiz, https://fotostiftung.ch/index/righetti-stefano/
Auszeichnungen
1991 Bild Photogalerie, Baden, Photowettbewerb mit Ausstellung «Gotthard», 1. Preis
1991 SBG (heute UBS) Fotopreis, Ein Bild der Schweiz, Anerkennungspreisträger mit Buchpublikation
1990 Naturhistorisches Museum, Freiburg, Photowettbewerb «Der Wind», 4. Rang
Gedanken zur Photographie
24. Okt. 2022
Meine Umgebung nehme ich vor allem mit den Augen wahr. Licht und Formen, Eindrücke und Gefühle, Stimmungen und Emotionen kann ich mit dem Photoapparat am besten festhalten. Das könnte man auch mit Zeichnen und Malen oder mit Musik, aber dazu habe ich leider kein Talent. Meine visuelle Wahrnehmung von Landschaften oder Dingen halte ich in Photos fest. Ich habe nicht den Anspruch oder die Absicht damit etwas ganz bestimmtes zu vermitteln. Warum auch. Wie bei einem Musikstück oder einem gemalten Bild soll sich der Betrachter oder die Betrachterin angesprochen oder nicht fühlen und es so interprätieren, wie er oder sie es dabei gerade empfindet.
Bei der Photographie geht es schlussendlich immer nur darum, auf den Auslöser zu drücken und einen Moment einzufrieren. Das fasziniert mich, denn oft ist der „magische Moment“, gleich in welcher Szenerie, ob in der Natur, in einer Strassenszene oder bei einem Portrait, nur von ganz kurzer Dauer. Manchmal sogar nur in einem Sekundenbruchteil. In einer Zeichnung oder gemalten Bild kann sich der Künstler diesen Moment erarbeiten, bis er genau so ist, wie er ihn will. Er kann ihn erschaffen, währendem der Photograph ihn suchen und erwischen muss.
Das Inszenieren überlasse ich der Natur und dem Wetter, das Komponieren übernehme ich dann selber. Die Komposition eines Photos ist für mich besonders wichtig und ein Qualitätsmerkmal. Was eine gute Komposition ausmacht, lässt sich wahrscheinlich bis zu einem gewissen Grad definieren (goldiger Schnitt und so). Das interessiert mich aber nicht besonders. Vielmehr schaue ich durch den Sucher und wähle den Ausschnitt intuitiv aus. Meistens ist es so, dass ich nur wenige Photos von einer Szene mache muss. Das Bild bzw. das Foto sehe ich schon vorher und der Photoapparat ist nur das Mittel um des Gesehene festzuhalten.
21. Nov .2022
Ich achte auf die grafischen Elemente in einem Photo. Linien, Formen, Vorder- und Hintergrund, Proportionen und Objekte. Und natürlich auf das Licht. Das alles soll eine Harmonie bilden, das heisst, in sich stimmig sein. Wenn im Bild nicht nur Harmonie, sondern auch noch Spannung vorhanden ist die Emotionen auslösen, dann ist es richtig gut.
26. Dez. 2022
Natürlich werden auch meine Photos nach der Aufnahme digital bearbeitet. Allerdings beschränke ich mich dabei auf das minimal Erforderliche, so dass die Tonwerte und Kontraste meinen Vorstellungen entsprechen.
Ich verzichte auf überspitzte Bildbearbeitung Auf mich wirkt das gekünstelt und unnatürlich.
Meine Photos präsentiere ich in s/w, weil sie meinem photographischen Auge, meinem Empfinden und meiner Bildsprache am nächsten kommt.
20. Jan. 2023
Zur Ausstellung in der Galerie 94, Baden, vom 30. März bis 6. Mai 2023
Titel der Ausstellung: Ausblicke und Einblicke
Die Welt wie wir sie heute kennen, war gestern eine andere und wie sie morgen aussieht, können wir nur erahnen. Wir stehen mittendrin in dieser Welt, sind Teil von ihr als Individuen wie auch als Gesellschaft und somit an deren Entwicklung und Veränderung beteiligt. Wir breiten uns aus, brauchen immer mehr Land, Ressourcen und Energie, verschmutzen die Umwelt und beeinflussen das Klima als gäbe es kein Morgen. Wir alle spüren heute je länger je mehr die Auswirkungen dieses Verhaltens. Das was sich in der Welt und im eigenen Land verändert, macht vor unserer Haustür nicht halt. Glücklicherweise sind es nicht nur die schlechten Entwicklungen, sondern auch die positiven.
Was bleibt ist die Sehnsucht nach Frieden, Ruhe, Gelassenheit und intakter Natur. Das ist es, was in den Bildern des Photographen Stefano Righetti abgelesen werden kann in Form von Ausblicken auf Landschaften, auf Situationen und auf Objekte. Die Ausblicke sind Betrachtungen in eine schöne, friedliche und ruhige Welt. Der Kontrast zur anderen hässlichen Welt wird bewusst ausgelassen. Gleichzeitig sind es Einblicke in die persönliche Wahrnehmung des Photographen und der photographischen Umsetzung von Licht und Formen, Eindrücken und Gefühlen, Stimmungen und Emotionen, die sich ihm im Moment der Aufnahmen präsentiert haben. Dieser Spannungsbogen hat der Ausstellung den Titel gegeben.
Gezeigt werden ausschliesslich Schwarzweissaufnahmen. Righetti begründet es damit, dass diese Art seinem photographischen Auge, seinem Empfinden und seiner Bildsprache am nächsten kommt. Die Bilder zeigen weite Landschaften wo Himmel auf Erde und Wasser trifft, manchmal so subtil, dass der Horizont ineinander verschmilzt. In der Bilderauswahl sind auch Alltagsszenen und Berglandschaften zu finden sowie Photos von Gebäuden, Mauern und seltsamen Objekten. Entstanden sind die Photos auf Reisen und Bergtouren zwischen 2016 und 2021 in skandinavischen Ländern, in Portugal und in den Alpen. Die Photos sind mal ruhig und mal dramatisch aber immer harmonisch komponiert und trotzdem spannungsgeladen. Und das ist durchaus gewollt, denn wie gesagt, es sind Ausblicke in unsere Welt, wie sie der Photograph heute sieht. Und wie sehen und empfinden es andere Betrachter und Betrachterinnen der Bilder? Righetti sagt von sich: «Ich habe nicht den Anspruch oder die Absicht damit etwas ganz bestimmtes zu vermitteln. Warum auch. Wie bei einem Musikstück oder einem gemalten Bild soll man sich angesprochen oder nicht fühlen und es so interprätieren, wie er oder sie es dabei gerade empfindet.». In diesem Sinne kann der Ausstellungsbesuch eine spannende Auseinandersetzung mit dem eigenen Ausblick und Einblick auf die heutige Welt sein.
Die ausgestellten Photos sind fast alle im Format 2/3 und wurden nur minimal beschnitten. Das Format 2/3 entspricht dem Filmformat von 24 x36 mm analoger Kleinbildkameras oder dem heutigen Sensorformat einer digitalen Vollformatkamera. Righettis Photos sind Single-Shots (ein Bild, direkt aufgenommen und normal entwickelt ohne grosse Veränderungen am Foto). Er verzichtet auf Timeblending und Composing (aus mehreren Photos oder Bildteilen zusammengesetztes Bild).
24. Februar 2024
Meine Arbeit endet erst mit dem gedruckten und eingerahmten Bild. Erst dann offenbart sich dem Betrachter und der Betrachterin der wahre und umfassende Ausdruck eines Bildes.
Bitte kontaktieren Sie mich bei Projektanfragen oder für Informationen über den Kauf meiner Werke.
Photo: Stephan Rossi